Benjamin Leder
Sportjournalist

Berichte Saison 2019/2020

Die Tennis-Saison 2020

 

Das Fanionteam des TC Solothurn hat die Saison 2020 in Angriff genommen, welche aufgrund weltweit verbreitetem Husten auf die Herbstperiode verschoben wurde, wieso wissen die Wenigsten, diese dafür sehr genau.

2020: ein Jahr, in welchem die erste Mannschaft den Aufstieg in die 1. Liga angepeilt hatte, auch diese wurde aufgrund bizarrer Reglementsanpassungen verhindert. Wo der Kausalzusammenhang zwischen einer kursierenden Grippe und einem Verbot von Auf-und Abstieg in einer Tennis-Regionalliga liegt, müsste mir dann bei Gelegenheit eine Vertreterin von Swisstennis noch erläutern. Wird sie aber wohl aufgrund vollem Mund nicht können.

 

Trotz dieser widrigen Umstände entschloss sich das Team unter Federführung des frischvermählten Captains Kalou („oh i eh kalou, oh i oh Kalou“), die Saison 2020 zu bestreiten.

Die Gruppenauslosung entspricht dem restlichen Jahresverlauf: etwas zwischen unterirdisch und beschissen. Schlimmeres wird nur noch an Nominationsversammlungen diese Woche erwartet.

Die Auslosung bescherte dem Team zwei Heimspiele und drei Auswärtspartien. Da war wohl die Losfee (David Loosli) wieder mal auf der Toilette, als es um das Glück für den TC Solothurn ging.

 

Zum Start kamen die Russen nach Solothurn. Irgendein sibirisches Dorf im Westen von Bern reiste in die Barockstadt um sich so richtig „einsalben“ zu lassen. Auf der ganzen Welt regnete es zu besagtem Tage, nur auf den 800 Quadratmetern am Herrenweg blieb es einigermassen trocken, bis auf die Zuschauerinnen natürlich. Diese vermochten sich zudem wiederum kaum zu beherrschen, ab der Schönheit der Schützlinge.

Nicht nur die jugendlichen Traumkörper von Adonis Marc, David und Fabio, sondern auch die stählerne Erfahrenheit der Oldies Jürg, Yves, Gaudi und JC konnten überzeugen. In optischer Bestbesetzung (abwesend Sile&Lupi) konnten die gesichtlich arg ramponierten Froschfresser nichts entgegenhalten.

Einzig der heimische Spieler aus dem Land zwischen Schweiz und Frankreich (gemeint ist der Jura), hatte Mitleid und schenkte dem gegnerischen Team einen Punkt. Dies schien aber nicht freiwillig zu geschehen, so bat JC der einzig menschliche Plural des Rauchbeins, Gaudi, um übersetzerische Mithilfe. Er drohte sämtlichen Zuschauern mit „Anwaltsprügel“ und sorgte so für Gelächter. Auch seine Tatoos konnten den Gegner nicht aus dem Konzept bringen und so verlor der TC Solothurn einen Punkt.

 

Die restlichen Team-mit-Glied-er rockten die Hütte und schossen die Romands wie die Spatzen von den Dächern. 8:1 lautete das Schlussresultat.

 

Eine Woche später stand dann das erste Auswärtsspiel auf dem Programm. Ab in die dritt schönste Stadt des Kantons und in die zweithässlichste der Schweiz: Olten! Schliesslich wurde der Song „Für dich würd ich uf Olte zieh“ nicht umsonst zum Schweizer Hit!

Im Quartierverein Olten, mitten in einer tamilischen Siedlung, traf die Mannschaft auf die bestens bekannten Oltner Stadtmusikanten. Ihr Mannschaftsführer mit den Haaren schön musste leider homosexuell bedingt für das Spiel absagen. Ein anderer Führer sollte verspätet dazustossen, dazu aber später mehr. 

Die restlichen Teammitglieder des Oltner Fanionteams waren aber die Gleichen wie beim „Hinspiel“ vor einem Jahr, als die Gegner den heimischen Koch „Vicky“ versucht haben ins Koma zu saufen. Ein hinterhältiger Trick: kulturfremde Arbeiter der Volksdroge Nummer Eins zu unterziehen, um sich dadurch Lebens- oder Spielvorteile zu ertrinken, dafür würde ich dann aber „nicht uf Olte zieh“!

 

Die Spielfreude an dem Tag war gross. Auf Eins spielte Dave „Schlund“ Kaufmann, auf zwei StuSi, auf drei spielte Captain Kalou, auf vier JC Fist, auf fünf Gaudi „La machina“ Oetterli und auf sechs Fabio Florenz, genannt Lorenz.

Das Team konnte also in Bestbesetzung antreten! Abwesend: Ober-Lapi, Wäre-Stapi, Vize-Stapi, Stapi in spe.

Zwei Punkte waren die Solothurner schon von Beginn weg vorne, soviel weiss die berichtende Quelle noch. Danach wird es Punkto Erinnerungen schwieriger. Das Heimteam aus Olten meldete am Wettkampftag einen kranken Spieler, also eigentlich meldeten sie nur kranke Spieler, nur einer trat gar nicht erst an.

So waren noch 5 Einzel und 2 Doppel zu bestreiten. Die Einzelsiege gingen für das Fanionteam an Lorenz Florenz, Gaudi (ohne Spiel) und JC.

Die anschliessenden zwei Doppelpartien wurden geteilt: Captain Kalou und Dave The Brave verloren ihr Spiel. Die Doppel-Monster (ja ich weiss, wörtlich) Gaudi und Sile gewannen ihr Spiel klar in zwei Sätzen.

 

Und jetzt noch zur letzten Erinnerung des Berichterstatters an dem Tag: Es folgte der Auftritt von A.M aus O.

Ein mehrfach vorbestrafter Massenidiot, welcher auf Einladung von Nico, das ist der Lupi von Olten einfach anders, den Tenniscourt als Gast betrat.

A.M. genoss das Abendessen mit allen Beteiligten und sass genau zwischen den beiden Mannschaften. Wie es sich als Gast bei einem gediegenen Dinner gehört, beleidigte er in den ersten Nanosekunden seines Aufenthalts inteligenterweise gleich den kräftigsten Spieler des TC Solothurn, Waudenz die Rollwanze.

Die Mitspieler von Bum Bum Gaudi wichen schon Beiseite, doch A.M. erwischte zum guten Glück, für seinen Unterkiefer, den einzigen sprachlosen Augenblick von Gaudenz in den letzten 16 Jahren. So kam A.M. nochmals glimpflich davon. Als nächstes wandte er sich JC zu, damals wusste er noch nicht, dass man sich bald im Gerichtssaal wiedersehen würde. JC erklärte er in eindrücklicher Dummschwätzer-Manier, wie er als einziger Gefreiter-Anwärter der Schweizer Armee, dem Generalstab durch die Covid-19 Pandemie geholfen habe, er meinte jassend. Leider entdeckte er während seinen Ausführungen die Videoaufnahmen von Captain Kalou und rastetete nun komplett aus. Mit Militärwaffen drohend und auf seine Rechte verweisend, verliess A.M. um 19:34 den Tennisplatz wieder. Er wurde danach von Nico noch telefonisch informiert, dass auch die Oltner sein Verhalten für unter jedem „Messerli“ befanden. A. die Backpfeife, der Gollum von Olten, der hinterletzte Grosschwätzer ging von Dannen.

20 Minuten später räumten dann auch die Starspieler des TC Solothurn das Feld. Das erste Mal in der Karriere der Mannschaft unter Begleitschutz des Oltner Captains, da man Zitat: „Nie genau weiss, ob der nicht das Sturmgewehr holt“. Von der Angst gezeichnet, zeigte Studer noch sinnbildlich das Endresultat, nämlich, dass der TCS den Oltner, die Hosen ausgezogen hat.

Fazit des Tages: Solothurn gewann 5:4, Olten verlor die Würde, dank A.M. Jedoch möchte die Mannschaft hier festhalten, dass die Oltner Gegner jederzeit gerne wieder am Herrenweg in Solothurn willkommen sind, nehmt einfach lieber ein Gäbeli mit, als ein Messerli.  

  

Fortsetzung folgt…

  

Eure spitze Feder

 

Beni Leder 




Spielbericht 04/2019

2. Liga Aufstiegsspiel I: TC Solothurn vs. TC Sporting Derendingen

 

Wertes Volk,

Grundsätzlich bin ich ja eher der Typ „Understatement“; aber nach der bisherigen Leistung der Mannschaft entschied ich mich vor der Partie zwei Flaschen Champagner zum Aufstiegsspiel gegen Sporting Derendingen mitzubringen. Natürlich von der Eigenmarke: „Louis Lederer“. 
Kein Team könnte doch unsere Mannschaft schlagen: ja, es würde eng werden, ja es könnte auch Glück oder Pech am Schluss entscheiden, aber ich war mir sicher, dass der Tennisgott (nein, nicht Marco Lupi) der Mannschaft aus Solothurn immer hold sein wird. 
Leider kam es anders…

Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an und es konnte sich auch keine Mannschaft erlauben, auf einen Stammspieler zu verzichten, auch wenn Gaudi Oetterli noch vor den Partien meinte: „Für was hani de geschter Isch-Tee gsoffe, hä?“. 
Es kam zu vielen interessanten Paarungen und auch das Wetter spielte mit. Bei gefühlt 40 Grad und purer Sonne, wurde auf 3 (!) Plätzen gespielt, nicht etwa weil die anderen 2 Plätze belegt gewesen wären, nein, weil sowohl der Spielleiter wie auch Captain Kalou der Meinung waren, dass es für die Spannung und für die Zuschauer besser so wäre. Ja, das war es auch, jedenfalls für die zwei Zuschauer, die sich von 13.30 Uhr bis 21.30 Uhr den Tag freigehalten hatten.

Zuerst spielten Positionen 1, 2 und 4 gegeneinander. 
In der Mitte eingequetscht zwischen Furrer und Studer, was sonst nur Marina darf, spielte Kalousek seine Partie auf Position 2 gesetzt. Er spielt mit gequetschter Rippe, was die Mitspieler auf der Ersatzbank nicht gerade wirklich verstanden, jedoch hat der Kapitän auch aus Sicht des redaktionellen Begleiters, immer einen Sonderstatus, welchen er auch nicht zu argumentieren hat. 
Jedoch war heute nicht Kalous Tag, schon viel mehr derjenige seines Gegners. Kalousek wurde regelrecht hingerichtet und ging mit 1:6 0:6 sang- und klanglos unter. Gefühlt hat er den Platz bereits wieder geputzt, als es auf Platz 1 zwischen Furrer und Maurer 2:2 im 1. Satz stand.

Auf Platz 1 kämpfte Furrer für ein Déja-Vu aus der Clubmeisterschaft 2018. Sein Gegner: Pascal Maurer, eigentlich Clubmitglied des TC Solothurn, aber aus diversen Gründen spielt er seit Jahren für Sporting Derendingen. Hier eine Auflistung der Zitate Maurers aus den vergangenen 5 Jahren, wieso dem so sei (Achtung, entspricht alles der 100%-igen Wahrheit):

 

OK, die Aussagen sind zu akzeptieren und auf den ersten Blick auch nicht wirklich abstossend. Kombiniert mit der Tatsache, dass sich eben dieser Pascal und die ganze Truppe ein paar Wochen zuvor für die Aufnahme in genau eben diesen TC Solothurn beworben hat, ist das aber doch eher verwunderlich. 
Leders Meinung hierzu:

„Wer das Silber bei Sonnenschein nicht zu schätzen mag, soll nicht nach Gold streben, wenn es regnet“

Die Quittung zu dieser Einstellung kam sogleich. Furrer zeigte keine Gnade und lieferte dem Maurer Junior die Packung, die er schon an der Clubmeisterschaft einsackte und zeigte ihm, wer hier die Nummer eins im Club ist und auch bleiben wird. 
Der Kampf dauerte aber nahezu 3 Stunden und es war auch ein Abnützungskampf, so sehr, dass Pascal mit Krämpfen nach dem Spiel vom Platz getragen werden musste, notabene unter Mithilfe von gegnerischen Spielern, was doch als sehr fair erachtet werden könnte. Eher unfair waren die Zwischenrufe bei Fehlern der Gegner, diese erfolgten hauptsächlich aus den Reihen der Solothurner, obwohl ich auch hier anfügen möchte, dass wer im Interclub mitspielen will, Anfeuerungsrufe für den gegnerischen Spieler aushalten können muss.

Apropos unfair: die Partie führte zu Emotionen auf und neben dem Platz. Klar, man darf sowohl seinen Schützling der Mannschaft, wie auch seinen familiären Schützling anfeuern, unterstützen und auch verteidigen. 
Ist aber der eigene Charakter von Missgunst, Selbstüberschätzung und Ehrgeiz überschattet, würde ich mir als Familienangehöriger zwei Mal überlegen, den Tennisplatz Herrenweg nochmals zur „Unterstützung“ zu betreten. Eins ist klar meine liebe Leserschaft, WIR wissen, wer da welche Sätze von sich gegeben hat und wir wissen auch einzuschätzen, was ein sanftes Klatschen zur Anfeuerung war, auch bei einem gegnerischen Fehler, ja zugegeben und was Amtsrichterbeleidigung, persönlicher Angriff, Minderheitsdiskriminierung und arrogant, idiotischer und unangebrachter Gastauftritt war: Die angesprochenen Zuschauer wissen genau, was gemeint ist, und bei dem belassen wir das jetzt auch, Zitat Beni Leder: „Jedes falsche Schaf, findet früher oder später seinen Wolf“.

Zurück zum Tennis: Furrer gewann einmal mehr heroisch 3:6 6:2 6:4.

 

Auf Platz 3 ereignete sich eine weitere Abnützungsschlacht. Studer spielte gegen den ehemaligen Tennislehrer Soland Jan. Jan ist ein fairer Sportsmann und cooler Typ, der vom Typ her zum TC Solothurn passen könnte und zum Glück auch bald wieder am Herrenweg anzutreffen sein wird. 
Im Spiel überzeugte er jedoch im 1. Satz gar nicht. 16 Doppelfehler und 30 unerzwungene Fehler führten zum schnellen 1:6 Verlust des 1. Satzes. Studer war von seinen Mannschaftskollegen auf den Gegner vorbereitet worden und spielte vom ersten Punkt an, die Bälle nur rein, um den Gegner zu Fehler zu zwingen. Die Taktik ging fast ganz auf. Bei 6:5 im zweiten Satz für Studer erkämpfte sich dieser drei Matchbälle. Und dann zeigte Soland seine ganze Klasse, servierte 3-mal in Folge Ass und Aufschlagwinner und kämpfte sich zurück ins Tie-Break, welches er dann auch gewann. Soland war „back in the game“ und holte sich nach langem Kampf den doch verdienten Sieg mit 1:6 6:7 und 6:1. Wer in den entscheidenden Situationen derart aufdrehen kann, drei Matchbälle abwehrt und dann davon zieht wie die Feuerwehr hat den Sieg mehr als verdient, punkt.

Die Mannschaft lag also nach den ersten drei Partien schon 1:2 zurück.
In der zweiten Runde, natürlich auf den gleichen drei Plätzen, spielten Schulthess, Kaufmann und Derendinger.

Kaufmann war als Siegespunkt eingeplant und sollte so die Partie wieder ausgleichen. Ihm Riss aber bereits im ersten Game zwei Mal der Schläger, was bis dato auf der Anlage auch noch nie geschehen ist. Danach brachte ihm Hebu Lisser eine Auswahl an Schlägern: dabei war der Profi-Schläger von Dani Brunner aus dem Jahr 1979, die Holzschlägerimitation von Ernst Lisser, ein Andenken an den Ur-Grossvater des Platzwarts, Jahrgang 1879 und der Leihschläger aus dem 1-Sterne-Tennishotel in Bozen, welchen Marie-Therese Sutter, die erste von 4 Ehefrauen von René Suter, 1983 im grosszügigen Sommerurlaub ihres Ehemanns, für einen Tag ausgeliehen hat und auf geheiss ihres Mannes abstaubte und mit nach Hause nahm.

„Dave the Brave“ entschied sich für den Damenschläger, welcher am Griff noch Spinnfäden hatte, die von einer Spinnenart stammten, die Ende 80-iger Jahre ausgestorben ist. Unter diesen Bedingungen könnte auch Rafael Nadal nicht spielen, so verlor Dave dann auch ziemlich klar mit 2:6 3:6.

Jetzt musste es also Schulthess Junior rausholen, um die Chancen auf einen Ausgleich nach den Einzelpartien noch zu wahren. Schulthess half seinem Kollegen Dave aus der Patsche, sie taten es also wie im Ausgang: was der eine auslässt, wird vom anderen gemacht! 
Aber auch Schulthess bekundete zuerst grosse Mühe gegen den Aufschlagskönig aus Derendingen Flückiger Björn. Der bis dato einzige Spieler, der in einem Aufschlag, 6 unterschiedliche Bewegungen abwickelt, konnte Langezeit mit Schulthess mithalten. Bis zu einem Matchball war er am Sieg dran, doch dann erlickte Schulthess endlich, dass er auch nur den Gegner zum Spieldiktat zwingen muss, um zu gewinnen, was er dann auch tat:  5:7 7:5 6:0 lautete das Resultat.

Ja und jetz kams zur Show-Down Partie: Derendinger Yves gegen Munzinger Simon. 
Beide in die Jahre gekommen, beide haben zusammen 50 Kilo mehr auf den Rippen als früher, davon trägt Yves deren 5 auf sich. Munzinger spielte von Anfang an konsequent und gut. Er wollte nichts mehr anbrennen lassen. Würde er diese Partie verlieren, so käme die Heimmannschaft nochmals auf 3:3 heran, was die Doppel alles hätte entscheiden lassen. Das wollte sich Munzinger auf keinen Fall zumuten, die mangelnde Kondition könnte ihn da negativ beeinflussen. Beide gewannen je einen Satz und es musste der Entscheidungssatz entscheiden, was notabene der Definition eines Entscheidungssatzes entspricht.

Yves war mit Break vorne, gab es aber wieder ab. Danach hatte Munzinger 4 Matchbälle, welche er allesamt vergab und so musste das Tie-Break im dritten Satz über Sieg oder Niederlage entscheiden. Man hätte eigentlich eine Münze werfen können, so knapp war die Partie. Munzinger nutzte den fünften (!) Matchball und erhöhte so das score auf 4:2 nach den Einzeln.

Die Hoffnung war klein nach den Einzeln, denn es hätten alle drei Doppel gewonnen werden müssen, um die zweie Aufstiegsrunde noch erreichen zu können. 
Captain Kalou entschied sich richtigerweise zur Aufstellung der Ersatzspieler des Tages: Cattin und Oetterli. 
Oetterli spielte an der Seite von Furrer auf Doppel 2. Hierzu der Captain vor den Doppeln: „Ein bisschen Pfupf im Füdli kann dem Furrer nicht schaden, deshalb spielt Gaudi mit ihm“ Wie er das genau meinte, bleibt mir schleierhaft.

Auf Doppel 3 durfte Kaufmann mit Cattin antreten. Der Zögling und sein Ziehvater also, oder Zieh-Gross-Vater? Auf jeden Fall waren die zwei Juristen zu stark für die Ersatz Doppel-Hoden aus Derendingen. 
Kaufmann/Cattin gewannen klar: 6:2 6:3.

Auf Doppel 1 spielten Studer/Derendinger gegen das Top-Duo aus Derendingen Munzinger/Maurer. Ja, in diesem Satz stimmt alles, auch grammatikalisch. Die Solothurner Ur-Gesteine legten einen Traumstart hin und überrollten die Dereninger mit 6:2 im ersten Satz. Gegen Ende des zweiten Satzes verloren die beiden Heimsprösslinge kurz die Konzentration und gaben unnötig je ein Servicegame ab, was zu einem Champions-Tiebreak führte. Durch gute Services der Gegner und dem nötigen Quäntchen Glück konnten sich die Derendinger auch diesen Coinflip-Match auf das Resultatblatt buchen.

Übrigens verloren auch Furrer/Oetterli ihr Spiel, was zur Beruhigung von Derendinger und Studer führte, denn so entschied wenigstens am Schluss nicht ein einziger Punkt über das Gesamtresultat.

 

Meine Damen und Herren, es war ein Fight. Es war eine verdammt enge Kiste diese Partie. Vergebene Matchbälle, knappe Entscheidungen, Emotionen und tolles Wetter. Trotz der Niederlage sei gesagt: Was wollen wir denn mehr? Das ist regionales Spitzentennis. Herrentennis am Spitzenweg, wie man es nicht besser inszenieren könnte. Darum kommen leichtbekleidete Damen Woche für Woche und ziehen Woche für Woche noch weniger an, darum leben einzelne in die Jahre gekommene Fans immer noch, darum lieben wir diesen Sport.

Ich gratuliere Sporting Derendingen zum verdienten Einzug in die nächste Aufstiegsrunde und ich verneige mich vor der Leistung des TC Solothurn, so eine Mannschaft, so einen Kampfgeist, einen derartigen Zusammenhalt findet sich in der heutigen Gesellschaft nur ganz selten. 

Trotz der guten Stimmung zum Schluss und der abgeklungenen Emotionen, möchte ich aber nochmals und eingehend darauf verweisen, dass es einfach Sachen gibt auf dieser Welt, welche weder ich noch das Team akzeptieren und einzelne Zuschauer gehören da dazu:  „Pfüegt euch!“

 

Eure spitze Feder

 

Beni Leder

 

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Spielbericht 03/2019

2. Liga: TC Moutier vs. TC Solothurn

 

Wertes Volk,

 

Ein Auswärtsspiel stand auf dem Tagesprogramm, endlich wieder die neblige, kalte Jurasüdfusslage verlassen dürfen, das freute unsere Tennisprotagonisten. Die acht Gladiatoren Solothurns machten sich auf den Weg an den Jura-Nordfuss oder zumindest eine Kette weiter nach hinten, kurz sie fuhren über den Weissenstein nach Moutier. 
Nur einer kam nicht mit, ausgerechnet derjenige, welchem Abstand von Solothurn und vor allem von zu Hause am besten tun würde, Brian Lupi.

Die Fahrt nach Moutier glich einer Ralleyfahrt mit diversen Driftingeinlagen des langjährigen Ralleyfahrers (auf Nintendo Wii und Comodore64) Gaudi Oetterli.

Endlich angekommen, Fahrzeit 35 Minuten, bemerkte das Team um Captain Kalousek, dass die Bern-Jjurassischen Gegner noch gar nicht vor Ort waren, gut vielleicht lag es auch daran, dass das Solothurner Fanionteam 50 Minuten vor Spielbeginn aufschlug oder eben noch nicht aufschlug. So blieb Zeit, um die taktische Aufstellung besprechen zu können.  Das Team einigte sich auf einen „Verheizer“ auf Position 1. Und wer konnte das anderes sein als der Triumph auf zwei Beinen, die grösste Auspuffröhre der Stadt Solothurn, gleichzeitig der mit dem Grössten in der Badi Grenchen, die heroische Inbrunst eines „Fat prolets“, ja unser JC Fist Cattin. Er nennt sich nicht nur oft „Nummer 1“, heute durfte er sie auch zum ersten und wohl auch zum letzten Mal spielen.

Dahinter agierten Derendinger auf 2, Studer auf 3, Kalousek auf 4, Walter auf 5, ja genau sie haben richtig gelesen, Walter auf 5(!) und Gottesmann auf Sex.

Das gegnerische Moutier war durchaus eine fröhliche Truppe, so hiess doch der Captain der Mannschaft auch Hugo, eigentlich alles wie bei Solothurn. 
Das Spitzenspiel der Teamleader Cattin gegen Jessy (ja der hiess wirklich wie eine Frau), wurde noch überschattet von einer zwielichtigen Wette. Cattin konnte nicht nur einen Sieg ansteuern, sondern bekam die Sonder-Motivationsspritze von Team-mit-Glied Studer, dass er pro Game ein Bier bezahlt bekäme und pro Satz eine Katz, ihr wisst was ich meine. 
Eins vorneweg: Studer musste an diesem Tag nicht gross in die Taschen langen.

Cattin zeigte zwar von Anfang an eine Glanzleistung und erinnerte an seine besten Tage (Tag 1 bis 3 nach Geburt), jedoch konnte er dem übermächtigen Jessy (hahaha Schwulio) keine Paroli bieten und wurde mit 6:0 6:1 deklassiert. Eins hat Cattin mit seinem Match aber dennoch erreicht, Jessy verletzte sich am Handgelenk und schied für die Doppelpartien aus. Das Team war aber klar der Meinung, dass die Verletzung eher von einer Onanie als einer Tennispartie stammte.

Derendinger, immer noch in Schockstarre von seiner ersten Niederlage in diesem Jahr gegen Olten, hatte gut trainiert und fühlte sich auf dem Aschenplatz in Moutier sichtlich wohl. Beim Platzinterview vor dem Spiel meinte er: „Heute bin ich gefordert, ich muss ab 16.00 Uhr die Kinder betreuen“. 
Eine klare Ansage. Er spielte gegen den gegnerischen Teamcaptain Hugo. Ein Duell nicht gerade auf Augenhöhe. Hugo gegen Sohn des Hugo und es dominierte klar der Sohn Hugos. Derendinger servierte ein Ass nach dem Andern. Er erinnerte phasenweise an Goran Ivanisevic, lediglich die Waage in der Garderobe zeigte klar, dass dieser Vergleich hinkt.  Derendinger ist in dieser Form unbezwingbar und gewann verdient und klar 6:1 6:3.

Auf Position 3 spielte Studer gegen Nicolas Rubin, eine klassische R7. So schön sein Nachname auch klingt, im Tennisspiel hat er sich keine Edelstein-Auszeichnung verdient. Der Klassenunterschied war auch hier augenfällig, so konnte Rubin nur dann punkten, wenn Studer die Geduld verlor und zu schnell den Abschuss äh Abschluss suchte. 
Das Rubinrot im Gesicht von Nicolas wurde gegen Ende sichtbar dunkler, da er sich dann auch noch aufzuregen begann. Studer nutzte das wiedermal gekonnt psychologisch aus und zermürbte den kleinen Edelstein mit 6:2 und 6:3.

Kalousek auf 4 spielte gegen Gabriel Barth, welcher auch tatsächlich einen trug. 
Engel Gabriel, der welsche Cousin von Gaston Barth, tat das gleiche auf dem Platz wie sein Solothurner Pendant es während 40 Jahren Dienstzeit für die Stadt Solothurn tat: Nichts. Keine Bewegung. Kein Engagement, einfach Nichts. 
So wird es natürlich schwierig gegen Captain Tausendsassa. Kalousek hatte keine Mühe, höchstens mit dem leichten Gegenwind. Je länger das Spiel dauerte, desto sicherer wurde der schöne Maaaac. Capain Kalou gewann ebenfalls klar mit 6:4 6:0

Ja, sie dürften es schon merken, die Partie lief einseitiger ab, als gedacht. Um dem entgegenzuwirken wurde seitens Teamleitung aber auf die im letzten Bericht erwähnte Geheimwaffe zurückgegriffen: Pascal Walter, der Rot-Hut. Und noch besser kam es: trotz rotem Hut kam es auf Position 5 zu einem Schwarzen Duell. 
Der Gegner vom Vize-Stapi, ein aus Pakistan stammender, jurassischer Freiheitskämpfer mit einem Körperbau, welcher an Ueli Trüssel erinnerte, hatte aber weder den Stil, noch die Eleganz von unserem Polit-Urgestein Walter. Einspielend, natürlich mit offener Trainerjacke, zeigte Walter schon, dass heute kein Weg an seinem ersten Saisonsieg (seit 2002) vorbeiführen würde. 
Er spielte aber auch viel routinierter, sicherer und abgeklärter auf als in allen bislang absolvierten Interclub-Partien, zeigte Geduld und spielte die Bälle dorthin, wo er sie eigentlich auch schon die letzten Jahre hätte hinspielen können: ins Feld. 
Schlussresultat 6:2 6:2 für Walter (ja, sie haben wiederum richtig gelesen).

Der neue Shooting-Star der Mannschaft Fabio Schulthess, Management Praktikant in einem der renommiertesten Unternehmen weltweit, zeigt auch in seiner privaten Karriere gerne was an ihm steckt. Schulthess, von Anfang an auf „Bröue“-Kurs, zwang den Gegner zu sehr vielen Eigenfehlern und zeigte dem moutierten Moutierer Fleury Richard wo der Bartli den Most holt. Gemäss Swisstennis resultierte ein klassisches 6:0 6:0, wir nehmen dies mal so zur Kenntnis.

 

Nach 5:1 Spielstand am Ende der Einzelpartien galt es für den TC Solothurn den Spielstand zu verwalten und noch Extrapunkte zum Gruppensieg zu holen. Die Mannschaft erkannte schnell, dass ein Glanzresultat reichen würde, um den Gruppensieg zu fixieren. So entschied man sich die Doppel 2 und 3 sehr stark zu besetzen um mindestens zwei Doppel gewinnen zu können.

Doppel 2 glich eher einem Doppel Moppel, so spielten Bum Bum Gaudi und Yves Derenwinner gemeinsam gegen zwei Opfer aus dem Jura. Sie gaben im 1. Satz gerade mal einen Punkt (nicht Game) ab und siegten sehr souverän und im Schnelldurchgang 6:0 6:1.

Die Doppelclubmeister Kauf- und Gottesmann bekundeten im Doppel Nummer 3 auch nur im ersten Satz leichte Mühe und kamen ebenfalls zügig zu Doppelsieg Nummer zwei mit 6:4 6:1.

Im best besetzten Doppel trafen die moutierten Hugo und Rubin auf das heimische Edelmetall: Goldlocke Studer und „Bleech“-Zahn Kalousek. 
Das Feldbrünneler Duo, welches schon vieles im Leben geteilt hat, zeigte auch auf dem Tennisplatz ihre augenscheinliche Verbrüderung. Was der eine optisch im Gesicht gut macht, macht der andere zwischen den Beinen weg oder auf Tennisdeutsch umformuliert: Wenn der Eine versagt, ist auf den Anderen Verlass! 
Unter diesem Motto erkämpften sich Kalousek/Studer den ersten Satz und zogen im zweiten Satz das hohe Tempo weiter an. So errangen sie heldenhaft den achten Punkt für das Team Solothurn mit 7:5 6:1.

8:1 Schlussresultat, dachten schon die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer, auch das Mutti von Moutier (Sali Sven!), welches im TC Moutier ja gleichzeitig auch als Platzwalze für die drei Sandplätze fungiert.

Doch das 8:1 war nicht der Schlusspunkt. JC The Fist wollte unbedingt auch noch einen Punkt beisteuern und suchte verzweifelt nach Möglichkeiten, Punkte zu sammeln. Als nur noch 2 Optionen übrig blieben, nämlich entweder die Platzwalze wegzubürsten oder dem Sohn des Pakistani einen Tennisball in das herzige Köpflein zu ballern, entschied er sich für Zweiteres. 
Passiert ist dem Kind zwar nichts dabei, gut es hat sonst eher Pech gehabt bis dato.

Fazit:

Das Team ist ready für die Aufstiegsspiele und steht schon vor dem Nachholspiel am Donnerstag praktisch als Gruppensieger fest. Falls dem so kommt (1 Punkt muss noch geholt werden), tritt das Team am Samstag, 1. Juni um 14.00 Uhr gegen Unsporting Derendingen an, ein Team voller Verräter und Abtrünnigen, eigentlich der Jura der Tennisszene (sorry JC).

 

In diesem Sinne freuen wir uns auf die Aufstiegsspiele! Ich bin stolz auf Euch.

 

Eure spitze Feder

 

Beni Leder

 

 

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Spielbericht 02/2019

2. Liga: TC Solothurn vs. TC Porrentruy

 

Wertes Volk,

 

Es war wieder Matchtag im schönen Städtchen zu Solothurn. Und als Hofjournalist des schönsten Tennisteams heisst das für mich: kein Termin zu wichtig, um nicht gestrichen zu werden. Meine angehende Frau war zwar nicht begeistert, dass ich an der eigenen Hochzeit mit ihr fehle, aber man muss halt Prioritäten setzen…Wenn der TC Solothurn ruft, dann ist Beni Leder da.

Und es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass man schlicht kein Spiel verpassen darf. Wobei, so viele gab’s ja dieses Jahr noch nicht, Petrus sei Dank. Dieses Mal hat sich der Paradejünger von Jesus etwas Neues einfallen lassen, ein wahrhaft teuflischer Plan. Der mit Wolken bedeckte Himmel blieb zwar für einmal trocken, doch liess er fieser Weise vermuten, dass es an diesem Tag keine Sonnencrème braucht. Gutglaubi Oetterli hat’s wieder mal geglaubt, aber dazu später.

Zum Tennis: In der Aufstellung, die von Spiel zu Spiel jeweils stark variiert, fanden sich Furrer, Derendinger, Captain Maaac, Dufle Kaufmann, JC Fist und die Herren Gottes-Anbeter Oetterli und Gottesman-Anbeter Schulthess. Wie gewohnt traf Starspieler Furrer exakt 13,5 Sekunden vor Matchbeginn auf der Anlage ein. Die Streber Kalousek, Derendinger, Kaufmann und Cattin waren bereits früher da zum Einspielen…Oetterli liess das wie immer sein und wärmte seine Lunge mit Glimmstengeln. Auch da glaubte er, es sei das Richtige. Auch dazu später mehr, wenn ich es nicht vergessen sollte.

Der Gegner kam aus einem Land zwischen Frankreich und der Schweiz. Für alle nicht Ex-Freundinnen von JC, gmeint ist der Jura. Genauer gesagt aus Pruntrut. Oder wie der Welsche so schön sagt Prüntrüt…Schon als der Gegner unsere bestens gepflegte Tennisanlage betrat und diese über alle Massen lobte, und auch danach als die Matchblätter ausgetauscht wurden und bei Solothurn ein R4 und fünf R6 standen, was die Welschen zur nächsten Lobhudelei verleitete, war klar. Da gibt es heute nicht viel zu holen…Also für die Jurassier.

Und so kam es dann auch. Wie es der Zufall wollte durfte Furrer mal wieder einen Schulbuben weghauen. Der pickelige Lionel – seines Zeichens wohl ein Messie, da er schon wieder sein Clerasil nicht gefunden hat – wurde von seinen älteren R7-Kollegen vereppelt und auf Platz 1 gesetzt. Auch Kettenraucher Oetterli zog ein gutes Los. Denn sein Pendant war ebenfalls der Kettenraucher des Teams. Als die beiden noch die letzten Züge ihrer Zigaretten schloteten und sich langsam auf den Platz begaben, war Furrer bereits beim Shakehands. Tja, schnell kann’s gehen.

Nach dem Blitzkrieg des Führers, äh Blitzsieg des Furrers, stand auch Derendinger unerwartet früh in der Pflicht. Er wollte eigentlich zu Beginn pausieren weil, Zitat: «Meine Frau und die Kinder wollen zuschauen, und die sind nicht so früh hier.» Schön, wenn eine Ehefrau wenigstens noch zum Zuschauen kommt.

Derendinger zündete den Turbo und liess seinem Gegner nur gerade ein Game, genau gleich wie Furrer zuvor auf demselben Platz. Letzterer bekam dies jedoch nicht mehr mit, da er – wiederum wenig überraschend – die Anlage exakt 11,8 Sekunden nach dem Platzwischen wieder verlassen hatte. Ja der Jürg ist halt ein vielbeschäftigter Mann. Oder spielt der noch in einem anderen Team?

Ebenfalls in bester Form befanden sich die Sportskameraden Kalousek, Kaufmann und Cattin. Das Einspielen am Morgen zeigte seine Wirkung. Allesamt gruben sie den Röschtigraben noch etwas tiefer, indem sie den Romands nichts, aber auch gar nichts gönnten. Humorlos hauten die drei ihre doch sehr limitierten Gegner vom Platz. Captain Kalousek und Dave Kaufmann waren dabei immerhin so nett, dem Gegner jeweils ein Game pro Satz zu lassen. Nicht so JC Fist… Der nahm sich ein Beispiel an Furrer und Derendinger und vernichtete den Metzgermeister Vallat aus Porrentruy, der sein Sportgerät eher schwang wie ein Fleischbeil als wie einen Tennisschläger, ebenfalls 6:0 6:1.

Nach fünf gespielten Einzeln stand es bereits 5:0 für die überlegenen Solothurner und viele hofften auf den perfekten Matchtag. Doch dummerweise war da ja noch Oetterli im Raucherduell gegen den Sohn des Tennislehrers von Porrentruy. Und so unsäglich wie dessen Name, Fabio Annicchiarico, war auch sein Tennisspiel. Man weiss nicht, ob er immer so spielt, oder ob er Oetterli von der ersten Sekunde weg durchschaut hat. Aber mit seinen Mondbällen an die Grundlinie traf er exakt den Nerv. Bum-Bum Gaudenz, wie immer mehr mit Kraft als mit Talent gesegnet, verteilte seine Bälle perfekt und gerecht. Zu gleichen Teilen landeten sie  im Netz, im Seitenaus, hinter der Grundlinie, direkt am Gitter oder in Stadtschreiber Bolls Vorgarten. Das ging so weit, dass Gegner Arrivederci sich mitten im Aufschlags-Game von Oetterli eine Zigarette anzündete und darauf wartete, dass sein Gegner endlich die fünf Fehler hinter sich brachte.

Derweil wurde Oetterli’s Kopf immer roter. Was alle zu Beginn noch als Wutanfall interpretierten sollte sich später als klassisches Indian Red entpuppen.. Am Ende konnte nicht mal ein weiteres Coaching-Intermezzo von Captain Kalou beim Stand von 4:6 3:4 Oetterli retten. Mit seinem 110 Unforced Error im 105-ten Punkt besiegelte Oetterli die erste und einzige Niederlage des Tages.

Denn die drei hervorragen zusammengestellten Doppel setzten die Serie an deutlichen Siegen fort, es spielten der sichere Derendinger mit dem unfähigen Oetterli, Captain Kalou mit Aufschlagmonster Cattin und die Doppel-Klubmeister Kaufmann und Schulthess. Mit dem sicheren 8:1-Sieg am Ende befindet sich der TC Solothurn also weiterhin auf Kurs für die Aufstiegsspiele. Und wie schon zu Beginn des Tages zu erwarten war, präsentierten sich «les Welsch» beim Trinken nach der Begegnung wesentlich stärker als auf dem Platz.

Fazit: 
DIE Mannschaft ist weiter auf Kurs. Nur noch besoffene Oltner, der regnerische Frühling oder ein übermächtiges Moutier könnte das Solothurner Dream-Team aufhalten. Captain Kalou meint nach dem Porrentruy Spiel und vor dem nächsten jurassischen Gegner: „Wir nehmen diesen scheiss „Jurassic Park“ auseinander, wo auch immer das liegt, dazu werde ich meine Geheimwaffe aus der Schublade zaubern“. Wen Captain Kalousek da wohl erwähnt? Für alle Fans kann es nur eine Geheimwaffe geben, Stichwort: Roter Hut.

Wir sind gespannt und weiterhin erregt.

In diesem Sinne eine schöne Woche und wir sehen uns am Samstag um 09.00 Uhr in Moutier zum Spitzenkampf der Gruppe 80 der zweiten Liga.

 

Eure spitze Feder

 

Beni Leder

  

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Spielbericht 01/2019

2. Liga: TC Solothurn vs. TC Olten

 

Wertes Volk,

 

Traumwetter, 25 Grad am Herrenweg, die Jungs in den Shorts, die Mädels im Bikini, alle schon braungebrannt vom gemeinsamen Teamausflug mit der ersten Mannschaft der Damen auf dem Bielersee und der gemeinsamen unvernünftigen Übernachtung auf der St. Petersinsel. Alle gut drauf, denn der Frühling hat in Solothurn längst Einzug gehalten…..moment! Entschuldigen Sie, ich habe mich im Jahr geirrt:

 

2019, Frühling ein Fremdwort, die Anlage an jedem Sonnentag (es gab bis jetzt deren 3) komplett überfüllt, die Plätze haben bis dato mehr Regen in Liter als Menschen in Anzahl Beinen gesehen und die Stimmung im Club entspricht dem regionalen Wetter: trüb, geknickt, genervt (mit Ausnahme von Wicky, der ist immer gut drauf und Brauni, der hat immer Rotwein intus).  

 

Nur eine Mannschaft bläst nie Trübsal, auch selbst dann nicht, wenn der Wind sie fast von den Plätzen fegt: die erste Mannschaft des TC Solothurns ist wie ein Fels in der Brandung, ein Manifest ihrer selbst, die verkörperte Inthronisation in Mannesgestalt; ja, das sind sie, meine Jungs!  

In diesem Sinne begrüsse ich sie recht herzlich zur Matchberichtsaison 2019. Ein harter Trainingswinter hat sein Ende gefunden, gekrönt mit dem Trainingslager im Lärchenhof, bei welchem auch dieses Jahr das knallharte Kredo herrschte: „What happens in Lärchenhof, stays in Lärchenhof“, mit Ausnahme natürlich vom Piano-Man Video, welches jederzeit im WhatsApp-Status des Vize-Stapis einsehbar ist oder auf Nachfrage via Gaudenz Oetterli für einen Unkostenbeitrag von CHF 5.- bei Jasmin Heim auf dem Handy einsehbar ist.  

 

Jetzt aber zum ersten Spiel, also eigentlich zum Zweiten, aber das Erste wurde, oh Wunder aufgrund des miserablen Wetters, bereits verschoben. Auch für das zweite Heimspiel gegen Olten war bis Spielbeginn nicht klar, ob die Partie stattfinden würde. Dies nicht ausschliesslich wegen dem Wetter, mehr wegen den Oltner Knallfröschen, welche aus Gründen eines geplanten Vollschlags, die Reise mit dem Zug antraten und vom Hauptbahnhof zu Fuss (!) auf die Anlage verschoben. Da sage noch einer die Sportart Fussball hätte sämtliche Intelligenz-Analphabeten abbekommen (nein Marc, das hat nichts mit Anal zu tun).  

 

Um 12.11 Uhr konnte dann die Partie doch noch gestartet werden. Hitzkopf oder besser gesagt Hitzglatze Derendinger konnte vom Captain noch knapp abgehalten werden, das rote Telefon im Clubhaus mit der Leitung nach Biel zu Swisstennis zu benutzen, um die erste Beschwerde einzureichen. Er sollte diesbezüglich jedoch noch einen weiteren Versuch starten, dazu aber später mehr.  

 

DIE Mannschaft trat in Bestbesetzung an, dies weil Bald-Stapi und Vize-Stapi beide abwesend waren. Och, dieser Satz bereitet Freude an einem Montagmorgen.  

 

Gestartet wurde auf vier Plätzen mit Derendinger Yves auf Position 2, Studer auf Position 3, Kaufmann David auf Position 4 und Captain Kalou auf Position 5.  

Der Gegner von Neuling Schulthess Fabio (Position 6) war zu diesem Zeitpunkt erst im Aphrodisia in Zürich erwacht, um 2‘500 Franken und einer weiteren schönen Sache erleichtert, jedoch einfach faktisch am falschen Ort. (Anmerkung der Redaktion: Hier kam Derendinger nicht auf die Idee, Beschwerde einzureichen, er führte zu diesem Zeitpunkt schon mit Satzvorsprung 6:3).  

 

Furrer war noch am Geburtstagsfest seiner Zwillinge (die Namen dürfen aufgrund eines laufenden Verfahrens gegen die Beni Leder GmbH nicht erwähnt werden). Eigentlich hatten die Zwillinge am Donnerstag Geburtstag, da wurde auch gefeiert, weil es aber Zwillinge sind, wurde am Samstag nochmal gefeiert. Eigentlich logisch, sonst hätte ja jeder Zwilling nur eine Feier.  

Egal, Furrer kam einfach später dazu.  

 

Derendinger auf Position 2 zeigte einen starken ersten Satz und erfüllte die Erwartungen konsequent. Die ganze Fanschar (4 Personen) richteten ihre Blicke schon auf die anderen Partien, weil Derendinger gut und sicher aufspielte und der klare Sieg schon fast im Trockenen war. Doch dann muss Yves irgend eine Mücke auf die Glatze geschissen haben oder sein Gegner erkannte, dass Yves primär gut spielt, wenn sein Gegner auch gut spielt.  

So zählte sein Gegner mal kurz 1 und 1 zusammen und erkannte, dass er es doch mal mit schlecht spielen, probieren könnte. Und siehe da, das Unmögliche geschah: Derendinger machte in Satz 2 und 3 noch genau 1 Game, ja sie haben richtig gehört ein einzig, mickriges Game. Vater Hugo Derendinger, längst vor Scham gewillt abzureisen, stellt sich an den Spielfeldrand und forderte Yves auf, sein Trikot und seine Hosen auszuziehen, er sei, Zitat: „ nicht würdig in diesem Dress zu spielen“.  

Doch auch da zeigte Captain Kalousek wieder seine ganze Güte und sein Mitgefühl. Er schickte Hugo zurück in den Fanblock, versprach der Familie Derendinger, auf ihren Schützling Acht zu geben und sagte zu Yves den magischen Satz: „ Chum jetz, eis Game machsch no“.

Aber wer Yves kennt, der weiss, stur kann er sein und so entschied er sich spontan, doch kein Game mehr „zu machen“.  

Tja, Dereninger verlor so einen fest einkalkulierten Punkt.  

 

Der musste wieder gut gemacht werden. Dazu im Rennen waren auf Position 3 und 4 die im Durchschnitt mit Idealgewicht startenden Studer und Kaufmann.  

Beide gaben jedoch den Startsatz sang- und klanglos ab, was niemanden auf der Anlage hoffnungsvoll stimmte, zeigten jedoch im zweiten Satz eine klare Leistungssteigerung.  

Studer begann die Interclubsaison 2019 mit einem Doppelfehler und dem Satz: „ Na bravo, das foht jo guet ah“. Kaufmann hämmerte seine erste Rückhand mit 3 Km/h (das entspricht der Windgeschwindigkeit, bei welcher die Seilbahn Weissenstein jeweils den Betrieb einstellt) in die Maschen des Netzes von Platz 3.  

 

Den zweiten Satz konnte sowohl  Studer wie auch Kaufmann für sich gewinnen und so mussten die Entscheidungssätze über Sieg und Niederlage entscheiden, was faktisch der Definition eines Entscheidungssatzes entspricht, für alle Klugscheisser (ja, mit drei „s“) unter den Lesern. In dem Zuge auch Hallo Gaudi und Hallo Lupi.  

Kaufmann riskierte zu viel und konnte trotz gutem Aufschlagsspiel das Ruder nicht mehr rumreissen. Studer hingegen hatte den Gegner gekillt, dies nicht durch spielerisches Können, sondern durch eine moralische Zerstückelungstaktik, gepaart mit dem Auftritt von Captain Kalousek, welcher zum Ende des ersten Satzes einen Coaching-Auftritt hinlegte, welcher den Zorn des Gegners auf ihn lenkte. Zitat des Oltner Gegners Mollet, genannt Molletti: „Nume wäg däm gschläcket Captain het dä afe höch und langsam spile“.  

Übrigens, wenn man sich schon wie ein Bier nennen will, dann sollte man sich auch richtig schreiben, Herr Molletti.  

Studer ringte ihn buchstäblich nieder und gewann schlussendlich verdient 1:6 7:6 6:1.

 

Captain Kalous Arbeitstag verlief leicht anders. Er begab sich mit dem Oltern Polit-Urgestein (Name unbekannt) auf Platz 4 zum Einspielen. Schon nach 5 Minuten wurde der Einspielvorgang abgebrochen, da sich der Gegner rektal erleichtern musste (kein Witz). Begründung: er hätte am Vorabend ein bisschen zu viel Rotwein getrunken.  

Wenn dies bei der ersten Mannschaft des TC Solothurn als Begründung für Spielunterbrüche gelten würde, so würden wohl sämtliche Heimpartien auf der Toilette ausgetragen. Aber na gut, der gegnerische Spieler kehrte zurück und ging schnell 3:0 in Führung.  

Er war sogar so siegessicher und vom Aufschlag von Marc Kalousek beeindruckt, dass er diesen im anschliessenden Aufschlagsspiel nachahmen wollte. Mit dem hohen Ballwurf, 3m hinter dem Rücken tat er sich jedoch keinen Gefallen. Er knickte ein, holte sich ein Schuss von der Hexe und musst die Partie abbrechen. Kalousek gewann w.o. und somit war die Partie wieder ausgeglichen mit 2:2.

 

Apropos Hexe: am Zaunrand waren an diesem Tag nur die Gebrüder Gerber zu sehen. Beat mit Hund auf dem alltäglichen Rundgang durchs Quartier und der sehr-frühpensionierte Stefan Gerber auf der täglichen Suche nach Beschäftigung, an diesem Samstag entschied er sich für eine Velotour von Feldbrunnen über den Tennisplatz zurück nach Hause. Was er nach 12.30 Uhr gemacht hat, an diesem Tag, ist der Redaktion leider nicht bekannt.  

 

Furrer, der Starspieler der Mannschaft und an Nummer 1 gesetzt, ist dann auch eingetroffen und hatte schnell den R3-Gegner im Griff. Der 50-jährige, äh pardon 34-jährige R3 Spieler aus Olten, zeigte erst zu Beginn des zweiten Satzes, was in ihm steckte.  

 

Auch Neuling Fabio Schulthess steckte schon oft in etwas drin, an diesem Samstag aber vor allem im Schlamassel. Nicht nur weil er am Abend noch grillieren musste, sondern auch, weil sein R8-Gegner wohl eher leicht unterklassiert war. So war er schnell einen Satz im Rückstand.  

 

Zu seiner Rettung und zu Furrers Missgunst kam dann das, was als einziges in diesem Frühling jeden Tag kommt: genau, der Regen!  

Ein 15minütiges Gewitter zerstörte sämtliche Hoffnung auf einen regulären Spielbetrieb. Ja, die Partie musste abgebrochen werden, auch wenn einzelne Exponenten des Teams sehr lange und ich meine wirklich sehr sehr lange, damit gehadert haben. Es braucht Leute, die Entscheide treffen und Spielleiter Schulthess Senior hat entschieden, punkt aus.  

 

So müssen nach aktuellem Stand die zwei Einzel von Furrer und Schulthess und die drei noch nicht geplanten Doppel an Auffahrt (30.5.19) nachgeholt werden. Aktueller Spielstand 2:2 mit Aussicht auf 3:2 oder 4:2 nach den Einzeln.  

 

Fazit des Journalisten:

 

Wir dürfen gespannt sein auf die Fortführung der zweiten verschobenen Runde! Die Mannschaft ist in guter Form und könnte sich einen Platz in den Aufstiegsspielen sichern, wenn sie konzentriert und motiviert weiter arbeitet! Derendinger geht bis dahin zurück nach Mallorca und wiederholt das Trainingslager. Furrer sollte bei der Fortführung der Partie die gleichen Abschuss, äh Abschlussqualitäten beweisen wie zu Hause, dann haben wir den Punkt im Trockenen. Schulthess, der Sex-Platzierte (haha) sollte die Partie w.o. gewinnen, da sein derzeitiger Chef ihm unter keinen Umständen für die Nachholung der Partie vor dem 30.5.19 Frei geben wird. Die Doppel sind danach Formsache, denn es wurde schon im Lärchenhof in der Mannschaft entschieden, dass es das klare Mannschaftsziel sein muss, dass jeder mit jedem mal ein Doppel „gespielt“ hat.  

 

 

Ich freue mich auf weitere Berichterstattungen und verbleibe mit unfreundlichen Grüssen.

 

 

Eure spitze Feder

 

Beni Leder


Berichte Saison 2018 

 

04.06.2018 15:26

 

Matchbericht 1. Abstiegsspiel Interclub 2. Liga „Herren“
TC Solothurn- TC Mümliswil

 

Wertes Volk,

 

Die Mannschaft hatte eine Woche Zeit sich auf das wichtigste Spiel der Mannschaftsgeschichte vorzubereiten, nämlich das Abstiegsspiel aus der 2. Liga. Eine Situation, welcher fast alle Spieler der Mannschaft bis dato noch nie ausgesetzt waren. Ebenfalls war neu, dass Captain Kalou sämtlichen Spieler eine Zitat: „gute Vorbereitung“ auferlegt hatte. Kapitänstreue Spieler wie Studer nahmen das derart ernst, dass sie direkt eine Woche ins Trainingslager fuhren. Andere, dem Captain weniger loyale Spieler wie Oetterli, verstanden unter guter Vorbereitung das klassische „Promilletanken“, aber dazu später mehr.

Die Stimmung war von Anfang an geladen, so stimmte sich das Team mit alten „Thaler“-Scherzen auf die Partie gegen die „Murmelis“ aus Mümliswil ein.

Lustig und humovoll wie die Spieler sich fühlen und meinen, liess man in sämtlichen gespochenen und geschiebenen Sätzen das „R“ weg, ja da muss ich halt schon sagen, dass ist mi zu wide und ich wede mich bestimmt nie diesem tiefen, auf den Gegne abgezielten, Missvehalten anschliessen.

Da die Seniorenmannschaften bereits fertig gespielt hatten, konnte auf 5 Plätzen gleichzeitig begonnen werden. Team Solothurn trat in Bestbesetzung an.

Oetterli wurde aufgrund der „Vorbereitung“ noch „geschont“, deshalb wurden zu Beginn die Partien 1,2,4,5 und 6 ausgetragen.

Es zeichnet sich ein zweigeteiltes Feld ziemlich frühzeitig ab. Die Partien 4,5 und 6 liefen von Anfang klar in die Richtung des Heimteams.

Studer, Kaufmann und Kalousek zeigten sich formstark und konnten ihre Gegner von Anfang an in Schacht halten. Dabei zeigte der bescheidenen Captain Kalou, der sich selbst auf Position 6 gesetzt hatte, dass er sein Tief überwunden hatte und gewann eindeutig gegen den nur leicht schwereren Gegner Damian Bader mit 6:2 und 6:1. Bader ging also baden. Schön, dass auch dieser Gegner Kalouseks wiederum Gopferdamian hiess.

 

Auch Kaufmann bekundete wenig Mühe mit seinem Kleinwüchsigen Gegenüber. Auch hier lautete das Resultat 6:2 6:1. Gerüchten zu Folge schielte Kaufmann derart auf das Resultat Kalouseks, dass er das gleiche Schlussresultat erzielen wollte. Er wollte endlich auch mal so sein wie sein grösstes Lebensvorbild, Herr Maac von und zu Kalousek.

Studer, auf Position 3 spielend, hatte nach der absolvierten Trainingswoche mit einem stärkeren Gegner gerechnet. Als dieser jedoch schon beim Einspielen erwähnte, dass seine Hauptsportart eher Unihockey sei (für Sportbanausen: Unihockey ist wie Mini-Golf für Golfer, leicht homo, aber doch noch okay), war für Studer eigentlich klar, dass ohne Verletzungspech hier nichts schief gehen kann. Studer gewann dann auch klar mit 6:2 6:0.

 

So war das Heimteam schnell mit 3:0 in Führung und dies bis dato ohne Mithilfe der Starspieler Furrer und Derendinger, die währenddessen erst am Ende des ersten Satzes angekommen waren.

Derendinger Yves, der vom gesamten gegnerischen Team als Tennisheld vergangener Tage gefeiert wurde, fühlte sich beim Einspielen noch wunderbar. So äusserte er sich nach 2 Bällen im Kleinfeld: „Boah, heute fühle ich mich aber gut, da kann nichts schief gehen!“.

Ähm ja, das Resultatblatt zeigt leider ein anderes Bild. Allerdings muss man zu seiner Verteidigung erwähnen, dass er mit Abstand den besten Gegner gezogen hatte. Denn auch Cédric Diemand, eine heimliche R6, hat eine ähnliche Karriere hinter sich wie Derendinger, spielte auch im R1-R3 Niveau und bestritt mehrere Turniere auf höchstem, regionalem Niveau.

Einziger Unterschied zwischen den Beiden: Diemand konnte sein Gewicht halten. Yves kämpfte jedoch wacker und hätte fast noch den Satzausgleich im Zweiten geschafft, jedoch kämpfte er ebenso mit der fehlenden Matchpraxis, wie er nach dem Spiel im Platzinterview von sich gab: „ Scheisse!“.

So kassierte das Team mit der Niederlage Derendingers (2:6 / 6:7) den ersten gegnerischen Punkt.

 

Und was zeigte Furrer? In der Vorwoche nach gefühlten 6 Stunden zum Sieg gekommen, wollte er eigentlich in diesem Spiel schneller zum Abschuss…äh Abschluss kommen. Der tollkühne, grossgewachsene, schöne Jürg musste aber auch dieses Mal wieder enorm kämpfen. Den ersten Satz verlor er mit 5:7 unglücklich. Im Zweiten konnte er sich steigern (6:4). Sein Spiel zeigte aber klar auf, dass ihm das Vertrauen in einzelne Schläge, also eigentlich in alle ausser der einfachen Vorhand, komplett fehlt. Zitat Furrer: „und das wird von Jahr zu Jahr schlimmer“.

Jürg, nebst JC der Oldie des Teams, welcher regelmässig auch von Veteranenteams abgeworben wird, musste sich im dritten Satz einer psychischen Zerreissprobe unterstellen. 4:2 stand es aus seiner Sicht bei 0:40 bei gegnerischem Aufschlag. Der entscheidende Durchbruch war so nahe, doch Furrer konnte das gemachte Nest nicht besetzen. Wie wenn eine junge attraktive Dame, ans Bett gefesselt und flehend vor ihm liegen würde und er sich dann doch noch dem Fernseher zuwenden würde, um ein Spiel um den Abstieg der Grasshoppers Zürich zu schauen, so spielte Furrer zu jenem Zeitpunkt, genau so! Ja, er vergab sämtliche Chancen, liess den Gegner wieder aufkommen und verhalf diesem ins Tiebreak. Das Momentum war klar auf des Gegners Seite, dieser hiess übrigens Mutti (kein Witz). 

So verlor also Furrer unter Beisein seiner Mutti gegen Mutti mit 5:7 6:4 6:7.

 

Und dann kam Gaudi! Oetterli, wie bereits erwähnt mit perfekter Vorbereitung, hatte das Spielfeld für sich alleine, denn sämtliche restlichen Einzelpartien waren bereits fertiggespielt, als es bei Oetterli in die entscheidende Phase ging. Je ein Satz hatten die Kontrahenten gewonnen und Oetterli führte im Entscheidungssatz mit 5:2.

Im Clubhaus hatte die Thai-Dame bereits den Reis aufgesetzt, während Captain Kalou sich mit den Doppelpaarungen beschäftigte. Die Zuschauer schauten schon gar nicht mehr hin, denn Bum Bum Gaudi musste nur noch 4 Pünktchen nach Hause servieren. Ja und was dann passierte, kann ihnen selbst ein erfahrener Sportjournalist (Nominiert für den Prix Walo 2004 in der Kategorie „Scheiben in Balsthal“) nicht beschreiben. Mir und allen aktiven Tennissportlern fehlt noch heute jeder Atem dazu. Aber so ist der Sport, es gibt einfach Momente, die man nicht erklären kann, es gibt sie, punkt aus.

Deshalb: Kopf hoch lieber Bum Dumm Gaudi! Erhol dich von den danach unzählig in Folge verlorenen Games. Wie du dich davon erholen kannst, weiss ich zwar nicht, ich wünsche es dir aber von Herzen! Schliesslich bist du für die Seele des Teams und für die Tabakindustrie wirklich ein wertvoller Mensch!

Oetterli verlor 6:3 1:6 5:7 gegen den gegnerischen Vogel, Fink Daniel.

 

Es stand also tatsächlich nach den Einzeln 3:3 und es brauchte nun 2 gewonnene Doppelpartien, um nicht den Gang in die zweite und entscheidende Abstiegsrunde antreten zu müssen.

Kalousek und Derendinger streckten die Köpfe zusammen und waren sich schnell einig, dass sowohl Doppel 1 wie 2 stark und Doppel 3 auch nicht schlecht zu besetzen seien, welch taktische Herleitung.

Derendinger/Studer auf 1, Furrer/Kaufmann auf 2 und Kalousek/Cattin auf 3 wurden eingeteilt. Ja richtig, JC kam als „Doppelspezialist“ zum Einsatz. Vor wenigen Stunden sass er noch in der Lenzerheide an einer Hochzeit, in welcher der ärmste und traurigste Mensch der Welt, Manuel Lanz seine beste und Allerliebste Ostschweizerin Julia zur Frau genommen hatte. Warum man JC als Trauzeuge dazu nimmt? Mir auch unklar, höchst wahrscheinlich möchte man einfach sicher gehen, dass die Frau sich nach dem eigenen Ableben zuerst an einen noch schlimmeren Typen machen kann, als man selbst war, weitere Gründe leuchten mir sonst keine ein (Ende des Exkurses).

 

Jetzt musste die Mannschaft also liefern und wissen sie was, meine sehr verehrten Damen und Herren? Sie taten es auch. ALLE, ich betone ALLE Spieler konnten auf Knopfdruck ihr bestes Tennis abrufen. Sogar Oetterli zeigte, was wirklich in ihm steckt (er war Zuschauer)!

Unglaubliches Tennis wurde auf allen Plätzen geboten und kein einziger Satz ging dabei mehr an die gegnerische Mannschaft. Dies bestätigt die These, dass das Fanionteam klare Doppelspezialisten beherbergt. Nicht speziell erwähnen braucht man ja, dass die aktuellen Doppel-Clubmeister des TC Solothurns sich wöchentlich bereiterklären für dieses Team zu spielen, obwohl sie selbstverständlich diverse Angebote von Top-Clubs seit ihrem Titel selbstlos und aus Kameradschaft, abgelehnt haben.

 

Geil, geil, geil, was die Mannschaft im entscheidendsten Moment der Mannschaftsgeschichte geleistet hat. Alle drei Doppel ohne Satzabgabe zu gewinnen, das werden wir wohl nie mehr erleben mit diesem Team.

Eine verknorzte, von Verletzungen geprägte und wenig attraktive Saison konnte doch noch positiv abgeschlossen werden. Das Team bleibt in der zweiten Liga und kann nächstes Jahr wieder nach mehr streben.

Ich gratuliere der Mannschaft zum Verbleib in der zweithöchsten Liga (nach den völlig überschätzten Nationalligen) und bin stolz darauf, für dieses Team schreiben zu dürfen.

Vielen herzlichen Dank auch nochmals an das Anwaltsbüro KSC, welches meine sportjournalistischen Tätigkeiten jeweils grosszügig entlohnt.

 

In diesem Sinne wünsche ich der Mannschaft gute Erholung von den Strapazen der Interclubsaison und verabschiede mich in mein journalistisches Sabbatical, welches ich dieses Jahr mit meinem Freund Brauni in Thailand verbringen werde.

 

Eure spitze Feder

 

Beni Leder 

 

 

 

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 Matchbericht 3. Runde Interclub 2. Liga „Herren“
TC Solothurn- TC Lyss 

 

Wertes Volk,

 

Die goldenen Filzkugeln wollten diesen Samstag wieder mal ordentlich massiert werden. So lud der TC Solothurn zum Heimspiel gegen die Gruppenfavoriten aus Lyss (liegt irgendwo zwischen Biel und Bern).

Die ambitionierten Gäste waren letztes Jahr aus der 1. Liga abgestiegen und hatten sich schon vor der Saison das Ziel gesetzt, den direkten Wiederaufstieg zu realisieren. Wohl auch deswegen überraschten sie das Heimteam mit einstudierten Einlaufübungen. Ein Spieler lief sich sogar richtung Friedhof ein, man machte ihn dann darauf aufmerksam, dass die meisten die dort einfahren, nicht mehr zurückkommen und zack war er wieder im Tennisclub.

 

Über die Gästemannschaft kann und soll man nicht viel negatives sagen, ausser dass dies Spielerfrauen nie dem gewohnten Niveau der Heimmanschaft entsprachen. Aber wer kann es schon mit gebündelter Geilheit a la Angie, Lisa, Brige, Frau Furrer, Miggi, Claudia, Sybe oder Olaf (Freund von Gaudi) aufnehmen.

Abgesehen davon war das Gästeteam sehr anständig, korrekt und entschuldigte sich für jeden Punkt (a la Lupi).

Der Plan des Heimteams war klar: möglichst hoch verlieren, um im bereits feststehenden Abstiegsspiel, das Heimrecht in Anspruch nehmen zu können. Jeder Spieler musste also sehr gut aufpassen, dass er ja nicht gewinnt. Die meisten Spieler hielten sich auch an den Plan.

 

Da die Ultra-Senioren noch ihr Heimspiel gegen den TC Cham austrugen, konnte nur auf 3 Plätzen begonnen werden. Es starteten Kaufmann, Oetterli und Furrer. Kaufmann kehrte nach Verletzungspause zurück auf den „Bitz“, konnte aber noch nicht an seine Form von vor der Verletzung anknüpfen. Zu selten konnte er seine Vorhandpeitsche einsetzen. Sein Gegner, angeblich eine R8, zeigte von Anfang an, dass die 8 in seiner Klassierung, eher für die Anzahl Stunden steht, die er täglich auf dem Tennisplatz verbringt.

Da war nicht viel zu holen für Kaufmann, er verlor sang- und klanglos in zwei Sätzen 2:6 3:6 gegen Muegeli Mathias. „Muegeli“ haha, ich kann nicht mehr…

 

Ähnlich wenig Chancen liess auf Platz 2 der Lysser Messerli Rolf unserem Oetterli Gaudenz. Trotz minutiöser Vorbereitung von Oetterli ( er trank seit Donnerstag keinen Alkohol), reichte es nur zu insgesamt 6 Games. Der Gegner hiess zwar auf dem Papier Messerli, optisch war jedoch eindeutig, dass er der Sohn von Abfahrtsweltmeister Bruno Kernen sein musste, da hatte wohl der Ski-Bruno mal einen „Abstecher“ nach Lyss gemacht, hä.  Das Endresultat 2:6 4:6 für Kernen.

 

Auf Platz 1 zeigte der schöne Jürg, die optische Vollkommenheit eines Mannes Furrer, was noch in ihm steckt.

Am Anfang sah es so aus, dass der Lysser Teamleader Bürki hier das Zepter fest in Händen halten würde. Beim Stand von 1:6 und 0:3 glaubten nur noch die grössten Optimisten an einen Sieg Furrers. Nur Platzwart Ernst Lisser hatte von Anfang an ein Tiebreak im dritten Satz vorausgesagt, dazu kam es dann aber doch nicht. Furrer stand unter Aufsicht seiner Kinder und war ab und zu wohl zu stark vom Beschützerinstinkt gebremst, immer wieder schaute er nach der Zufriedenheit des Nachwuchses.

Sein älterer Sohn erkannte die Schwäche des Vaters und verliess den Tennisplatz Richtung Casa Furrer (Beverly Hills von Solothurn: Sälirain). Nachdem weggefallenen Beschützerinstinkt drehte Furrer auf und zeigte solides, sicheres und erfahrenes Tennis. Er dreht die Partie komplett und lag im dritten Satz sogar 4:0 vorne. Nach einem kurzen Wiedereinbruch machte Furrer mit dem entscheidenden Break alles klar und gewann nach 2,5h mit 1:6 6:4 7:5.

 

Danach standen noch die letzten 3 Einzelpartien an. Es betraten die Plätze Klaus, Kalousek und Studer. Klaus hätte wohl am ehesten den Gegner wegputzen müssen, wie es selbst Klaus Vater, Peter so treffend formuliert hatte. Jedoch war Klaus im Kopf nicht bereit für eine zermürbende Taktik oder eine langandauernde Partie, deshalb war es dann der Gegner Mettler Damjan der reüssieren konnte. Da fluchte Klaus im Anschluss an die Partie zurecht: „ Gopferdamjan!“

 

Auch Kalousek konnte seine Form nicht abrufen und haderte von Anfang an mit sich selber. Im zweiten Satz konnte Captain Kalou, der gegen Angie immer spielt wie ein Gott, jedoch dann im entscheidenden Moment irgendwie die Puste ausgeht, also nicht bei Angie, bitte nicht wieder falsch verstehen.

Eigentlich wäre es auch die richtige Vorbereitung gewesen, mit Damen zu trainieren, hiess doch Kalouseks Gegner an diesem Tag Mettler Wanja.

Ich meine, es ist ja schlimm genug, wenn die Söhne heute Kevin oder James (spanisch ausgesprochen) getauft werden, aber Wanja….ich bitte um mehr Respekt!

 

Und was zeigte Studer? Nachdem die restlichen 5 Einzel bereits beendet waren, durfte er seine Partie „schon“ um 17.00 Uhr antreten. Mit Schäfer Raphael zog er jedoch kein einfaches Los, schien doch der Raphael ein gekonnter Aufschlagsvirtuose zu sein. In jedem Aufschlagsspiel zeigte er neue Varianten von Aufschlägen. Unter Aufsicht von der Lieblingszuschauerin Margrith sollte Studer eigentlich nie verlieren, jedoch kam heute alles anders. Margrith bezeichnete das Spiel von Studer als „Höhepunkt“, da konnte man aber geteilter Meinung sein.  

Gekonnt auch die Einspieltaktik des Lysser Familenvaters: er spielte wie eine gute R9 bei den Paralympics, jedoch wie erwähnt, nur beim Einspielen. Jeder Zuschauer, die sich nicht gerade durch aktives Unterstützen des Einheimischen Studer auszeichneten, hätte nach dem Einspielen auf einen Heimsieg gewettet, Schäfer zeigte aber schon ab dem ersten Game, dass da nicht viel zu holen sein wird für Studer.

Studer verlor eindeutig 2:6 2:6.

 

So stand der Auswärtssieg von Lyss bereits vor den Doppelpartien fest, jedoch wollte Solothurn die Doppel unbedingt ausspielen, um Matchpraxis für die Abstiegsspiele zu sammeln. Kalousek tat sich ungewohnt schwer bei der Doppeleinteilung. Er nervte sich dermassen, dass er fluchend von sich gab „ Niemandem kann man es recht machen“.

Was Kalousek vergass, er ist Captain und damit alleiniger Herrscher und Bestimmer der Mannschaft, dies sollte er in diesen Momenten einfach ausleben.

So spielten schliesslich Furrer mit Oetterli, Kalousek mit Studer und Kaufmann mit Cattin. Ja genau, Cattin! Der ebenfalls vorgängi verletzte „Oldie“ der Mannschaft kehrte wie Kaufmann zurück auf die Plätze. Das geschwollene Bein war nicht mehr sichtbar, schliesslich trug JC auch ausnahmsweise eine Hose.

 

Jedoch war auch bei den Doppelpartien ausser Matchpraxis für das Heimteam nichts zu holen. Einziger Höhepunkt der Doppelpartien war der Moment, als Kaufmanns Freundin Lisa den Platz betrat. Da erstarrten selbst die Gäste und verloren auf allen drei Plätzen einen Punkt, jedoch leider nicht mehr.

Oetterli bestand übrigens darauf auch mal mit der Nummer 1 Doppel spielen zu dürfen, da er bis dato immer „verheizt“ worden sei. Kalousek erfüllte ihm den Wunsch. Für die schadenfreudigen Mitleser: Oetterli/Furrer verloren den ersten Satz zu Null und die Partie mit 0:6 3:6.

 

Kalousek/Studer verloren 3:6 und 1:6. Studer wagt während der Partie einmal eine Kurzkritik an Kalousek zu richten, indem er ihm mitteilte, dass er doch eher flach spiele, was so viel bedeutete wie: „alles ins Netz zu hauen“. Im Punkt darauf landete der Return Kalouseks in hohem Bogen auf Platz 5 der Anlage. Einfach toll, wie die Anweisungen des Vize-Captains schnell und konsequent umgesetzt werden.

 

Im Lazarett-Doppel konnten Kaufmann/Cattin ihre geschwollenen Glieder gemeinsam vorzeigen. Welch Anblick! Gemeint sind übrigens Knöchel und Knie, nicht dass es dann wieder heisst. Leider ging auch hier das Spiel klar an das Gästeteam. 4:6 4:6 hiess es am Schluss.

 

Der Plan des Teams ging also voll und ganz auf: man verlor 1:8 und steht als Tabellenletzter in den Abstiegsspielen. Gegen Mümliswil am nächsten Sonntag um 14.00 Uhr braucht es aber eine klare Leistungssteigerung um den Klassenerhalt sichern zu können. Ich drücke der Mannschaft die Daumen und wünsche eine gute Vorbereitung für das erste Abstiegsspiel der Mannschaftsgeschichte!

 

Eure spitze Feder

 

Beni Leder 

 

 

 

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2. Liga 2. Runde Interclub Gruppe 78

TC Lengnau - TC Solothurn   

 

Wertes Volk,   

Die Mannschaft hat sich von dem 3:6 Schock gegen Grenchen blendend erholt. Dermassen erholt, dass sich gleich zwei Spieler verletzt haben und einer wutentbrannt abgereist ist an eine homosexuelle Polterfeier nach Stuttgart.  

Somit konnte das Team der Stunde nur in äusserster Notbesetzung nach Lengnau reisen, um das Spiel um den letzten Gruppenplatz zu bestreiten. Spiel um den letzten Platz darum, weil schon vor der Partie fest stand, dass der Verlierer dieser Partie die rote Gruppenlaterne (nein, es ist nicht Studers Kopf gemeint) nie wieder abgeben würde.   

So reisten die Spieler des TC Solothurns gewohnt bescheiden mit zwei Audis, einem Mercedes, 3 IWC-Uhren und einem Gehbinderten Spieler (JC) an.  

Aus der zweiten Mannschaft hat spontan noch das Jungtalent Pascal Klaus ausgeholfen und durfte so Matchpraxis in den höchsten Ligen der Schweiz schnuppern. Zudem wurde Alt-„Talent“ Lupi reaktiviert für den Einzel-Tennissport. Er galt längst abgeschrieben als Show-Spieler und Doppelpartner von Studer, jedoch sollte er an diesem Tag nochmals eine Chance zeigen sein Können unter Beweis zu stellen.   

In Lengnau angekommen war schnell klar, da bläst der „wind of change“. Jedoch leider nicht, was die Mannschaftsleistung anbelangt, viel mehr mussten die Spiele bei 12.5 Grad Celsius, gepaart mit einem hässlichen Südwind (7 Beaufort), gespielt werden.  

 

Die ersten Einzel bestritten für Solothurn die Spieler Derendinger, Studer und Klaus.   

Klaus an Nummer 6 gesetzt, spielte mirakulös auf gegen einen älteren Gegner, der direkt nach der Partie die Anlage verliess (Harndrang).  

 

Die Nomination von Klaus war ein Meisterwerk des Captains Kalou, der damit wieder mal sein Fingerspitzengefühl (nicht nur bei Angie) unter Beweis stellte. Klaus spielte übrigens gegen den 50jährigen Mägerle, obwohl von „Mägerle“ da nicht viel zu sehen war, wenn ihr wisst was ich meine.  

Nun denn, Klaus löste die Aufgabe souverän und verschaffte dem Team den ersten Punkt. Er gewann 6:2 / 6:1 und speiste den Mägerle mit mageren 3 Games ab. Bravo Pascal und vor allem danke für deine Unterstützung!   

Als Klaus den Matchball verwertete stand es im gleichzeitig gestarteten Spiel auf Platz zwei zwischen Studer und Gribi Fabian immerhin schon 2:1 für Studer (im 1. Satz). Dies klingt nach einem mägerlen Scherz, ist es aber nicht!  

 

Die an Nummer 2 gesetzten Altmeister Gribi und Studer waren sich von Anfang an ebenwürdig und zeigten beide erfahrenen Tennissport. Praktisch jedes Game ging über „Deuce“ und dauerte im Schnitt mehr als 7 Minuten. Da zeichnete sich eine Schlacht ab.   

 

Unterdessen bestritten die an Nummer 1 gesetzten Derendinger und Luigi (nicht Buffon) Fossati das „Star“-Spiel. Angeblich sei Luigi beruflich als Psychiater unterwegs, jedoch konnten sämtliche Zuschauer nach 20 Minuten Spielzeit nicht mehr eruieren, wer jetzt hier der Arzt und wer der Patient ist auf diesem Platz.  

Derendinger, auch nicht gerade bekannt für seine ruhige Art, wurde durch das italienische Vollblut Psychopferd Luigi aber massiv in die Wutausbruchs-Schranken verwiesen. Luigi geizte nach jedem Ballwechsel überhaupt nicht mit jeglichen italienischen Fluchwörtern und beschimpfte von Platz, Ball, Schläger, Gegner über Netz, Zuschauer, Grillwürsten bis hin zu Wind, Wetter und seinem gestrig gegessenen Piccata Milanese einfach alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen war.  

Nur eines konnte mir bei aller liebevollen Erinnerung an den Mario Kart- Luigi bis heute niemand erklären: Warum zum Teufel spielte dieser Luigi auf Setzplatz 1? Tennis war und ist bei Gott jetzt nicht seine Stärke, eher noch dürfte er sich als Psychiater melden….ah ist er ja schon!  

Auf jeden Fall gewann Derendinger problemlos 6:1 / 6:3. 

  

Studer hatte unterdessen den ersten Satz nach 5 vergebenen  Satzbällen gewonnen mit 6:3, da waren aber erst ca. 70 Minuten gespielt.   

Während der Wind weiter stürmte, traten die nächsten Helden des TC Solothurns an. Darunter erwähntes Alt-„Talent“ Lupi M. und Captain Kalou.  

Der verletzte JC Cattin wurde weiterhin geschont, man hoffte wahrscheinlich seitens Team Solothurn, das eine wundersame Heilung seines Fussgelenkes eintritt, dem war jedoch nicht so.   

Lupi spielte gegen Klotz Martin (Achtung: Klotz nicht Kotz). Und jetzt passierte etwas, was Lupi so noch nie erlebt hatte im Einzel: sein Gegner konnte Tennis spielen.  

Mist, diese Taktik ging also schon mal in die Hose und die Möglichkeit auf einen Lupi-Slice&Scheiss-Punkt verfolg im Winde Lengnaus.  

Kotz zeigte eine erbrecherlische Leistung, er zeigte wie man aus einem Fluss, aus einer Gurgel alles rauslassen kann. Er brachte Lupi fast zum göögen, so musste dieser hin- und her laufen.  

Wäre dieser Kotz nicht Tennisspieler, wäre er bestimmt Erbrecher.   

Das Spiel endete desaströs für Lupi, er verlor: 1:6 / 1:6. Dazu braucht es keine weiteren Worte.   

 

Nicht ganz so schlimm, aber ebenso dramatisch ging das Spiel zwischen den beiden Kapitänen aus. Kalousek, das von Mama, Papa und Freundin begleitete Wohlstandskind aus Oberdorf gegen den Lengnauer Tschaggelar, der sich dem Anschein nach bereits mehrere Male bei Luigi in der Praxis befunden hat.  

Wind und Wetter sind nicht Kalouseks grösste Freunde, gleich wie die mentale Stärke auch nicht.  

Deshalb brachten ihn die guten Aufschläge und die halbstarken Vorhandbälle des jungen Tschaggelars auch von Anfang an aus dem Konzept.  

Dieser gewann dann auch 1:6 / 2:6. Zum Glück erzielte Kalousek ein Game mehr als Lupi, sonst hätte letztgenannter auch dieses noch auf seinem nächsten Wahlflyer beworben.   

Nach den Spielen von Lupi und Kalousek standen die Spieler Studer und Gribi im dritten Satz, dies nach ca. 120 Minuten Spielzeit.  

Studer spürte inzwischen nicht mal mehr sein drittes Bein. Er stürzte sogar bei Satzball und schürfte sich die Handfläche der rechten Hand auf, woraufhin ihm der Satz entglitt: „Das wärs dann gewesen mit Selbstbefriedigung für die nächste Woche“. Dieser Aufschrei impulsierte Mutter Kalousek dermassen, dass sie schamlos entgegnete: „Dann musst du halt eine Woche auf links ausweichen“.  

Spannend, dieses Know-How in der Elternschaft Kalousek. 

  

Jetzt war auch klar, dass die letzte Partie gar nicht gespielt werden musste. JC konnte aufgrund der massiven Fussschwellung (ja FUSS!) nicht antreten und gab w.o.  

Sein Gegner Beutler war darüber nicht wirklich erbost.   

Und leider verlor danach aufgrund der schlechten Stimmung auch Studer den dritten, noch windigeren Satz und musste den Sieg an den akribisch arbeitenden Gribi herschenken. Ärgerlich, unnötig und dumm, jedoch war der Fight nach 2,5h gut anzusehen und eine Augenweide für das mitgereiste Publikum (4 Personen).   

So stand es nach den Einzelpartien 2:4 aus Sicht von Team Solothurn.  

 

Im Doppel fokussierte man sich darauf, wenigstens noch einen Punkt zu holen, da alles andere unrealistisch schien. Ein Doppel musste man aufgrund des Verletzungspechs Cattins eh schon im Vornerein aufgeben, deshalb stellte Captain Kalou Derendinger und Studer auf Doppel 1 und Klaus/Kalousek auf Doppel 2.   

Der Plan ging auf: Kalousek/Klaus verloren 2:6 / 3:6 und erreichten die budgetierte Niederlage!  

Studer/Derendinger hatten wenig zu kämpfen und holten den erhofften dritten Punkt für das Team Herrenweg. Dabei spielten sie gegen den Psychiater und seinen Patienten (wer auch immer, wen darstellt). Der Captain von Lengnau machte schon beim ersten Punkt auf sich aufmerksam, als er einen Ball „Out“ gab. Man musste den Herrn dann daran erinnern, dass inzwischen Doppel gespielt wird und das Feld ein wenig grösser ist als im Einzel, woraufhin aber die Situation geklärt werden konnte.   

 

Fazit vom Journalisten:  

Die Mannschaft ist aktuell zu geschwächt um in der 2. Liga nach höherem zu streben. Für ein wettbewerbsfähiges Team kommen leider zu viele negative Impulse auf einmal zusammen. So stecken einzelne Spieler klar in einem Formtief. Kalousek scheint leicht abwesend und Lupi sieht sich selbst nur noch als Doppelspieler. Studer kann trotz gutem Spiel kein Match gewinnen.  

Nebst den Formtiefs kommen die Verletzungen von Cattin (Bibeli am Fues) und Kaufmann (Zirkus Knie) ebenfalls zum dümmst möglichen Zeitpunkt.  

Und es fehlen natürlich immer wieder Spieler, die in den wichtigen Momenten aus unmöglichsten Gründen nicht eingesetzt werden können. Studer gegen Grenchen wegen einer Taufe, Oetterli wegen einer Polterreise, Furrer weil er in Grenchen zu Hause putzen musste und am Spieltag gegen Lengnau hatte er als einziger Mensch auf Erden, Muttertag zu feiern (24 Stunden lang).  

So wird es schwierig zu gewinnen, respektive die Klasse zu halten, ABER:  

Das Team TC Solothurn 1. Mannschaft hat Erfahrung und wird spätestens im 1. Abstiegsspiel sämtliche Zweifler wieder ruhig stellen, jedoch ist es meine Aufgabe als kritischer Journalist auf diese Missstände hinzuweisen.   

In diesem Sinne wünsche ich den Verletzten, eine schnelle und gute Besserung und dem restlichen Team gute Erholung! Wir sehen uns spätestens am Heimspiel gegen Lyss, am Samstag, 26. Mai 2018 um 14.00. Dann gibt’s wieder Herrentennis am Spitzenweg!   

 

Eure spitze Feder   

Beni Leder